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Erholsamer Schlaf für meinen Hund

Warum ein ruhiger, erholsamer Schlaf für den Hund so wichtig ist.

Bei den meisten Hunden sieht der Tagesablauf ähnlich aus. Nach der letzten Gassirunde gehen Hund und Herrchen ins Bett. Ruhe kehrt ein, der Hund kann abschalten und findet so erholsamen Schlaf. Mit etwas Glück neben Herrchen und Frauchen im Schlafzimmer. Diese Schlafgeräusche beruhigen das Rudeltier Hund am meisten.
Mit dem ersten Wecker klingeln geht es los. Der Mensch wird aktiv und ab diesem Zeitpunkt kann der Vierbeiner den lebendigen Alltag nicht mehr richtig einschätzen. Ihm fällt abschalten schwer und meist döst er in unserer Gegenwart nur noch.
Schläft der Hund tief und fest liegt der Hund meist richtig lang ausgestreckt und es ist kaum Körperspannung vorhanden. Ruht sich der Vierbeiner nur aus, sind die Augen zwar geschlossen, er ist aber immer bereit, sofort auf Abweichungen zu reagieren.

Gesunder, ausreichender und erholsamer Schlaf ist für Hunde essentiell.

Über den Tag verteilt sind Erholungsphasen extrem wichtig um Kräfte zu sammeln und Erlebnisse zu verarbeiten. Zudem wird das Immunsystem gestärkt und unser Vierbeiner ist weniger Krankheitsanfällig. Finden Hunde erholsamen Schlaf, sind viel entspannter in ihrem Verhalten, aufnahmefähiger, lernen schneller und besitzen bessere motorische Fähigkeiten.

Wie erkenne ich, ob mein Hund tief schläft?

Ruht sich der Hund nur aus, hat er die Augen geöffnet und schaut durch die Gegend. Er liegt ruhig auf seinem Platz im Hundebett und lässt sich nicht sofort aus der Ruhe bringen.

Döst der Hund, scannen Nase und Ohren die Umgebung. Er hat die Augen geschlossen, atmet normal und träumt nicht.

Die Tiefschlafphasen des Hundes sind die dem Menschen ziemlich ähnlich. In der Einschlafphase verlangsamen sich Herzfrequenz und Atmung, der Blutdruck sinkt. Es kommt die REM-Phase in der die Hunde ihre Erlebnisse des Tages verarbeiten. Zuckt und winselt der Vierbeiner mit geschlossenen Augen, träumt er und befindet sich in der Tiefschlafphase. Im Gegensatz zum Menschen der ca. ein Viertel der Tiefschlafphase träumt, dauert die REM-Phase beim erwachsenen Hund nur ca. 10% der Schlafenszeit, wobei junge Hunden etwas mehr benötigen.

Wissenschaftler haben herausgefunden, das Menschen und Hunde identische Muster bei Schlafmangel zeigen. Sie sind zu Beginn überdrehter, anschließend unkonzentriert und grobmotorisch. Dann kommt die Phase in der sie sehr reizbar sind. Im Anschluss darauf treten erste Symptome von Krankheit auf die chronisch werden können.
Deshalb sollte man seinen Hund eine Schlafgelegenheit zur Verfügung stellen, die maximale Regeneration bietet, denn erholsamer Schlaf ist so wichtig.

Erholsamer Schlaf kann wieder erlernt werden.

Unserer Hunde sind es nicht mehr gewöhnt, natürliche Ruhephasen einzuhalten. Sie sind genauso aktiv wie das Herrchen. Viele Hundebesitzer meinen auch, den Hund beschäftigen zu müssen. Aber eigentlich muss das Tier wieder lernen, auch während des Tages in einen tiefen Schlaf zu fallen. Damit der Hund auch während des Tages in einen Tiefschlaf fallen kann, müssen einige Dinge bedacht werden.

Der perfekte Schlafplatz ist das A und O für die optimale Regeneration des Vierbeiners.

Die Natur hat das natürliche Schlafempfinden von Hunden geprägt. Um ein Gefühl der Geborgenheit und des Schutzes zu haben, graben sich Wölfe eine Kuhle. Diese Geborgenheit bekommen Hunde, wenn Sie den Rücken geschützt haben, zum Beispiel bei unserem Hundebett BOOX, CUBE, BLOOM oder unserem Hundekorb ARENA.

Stellen Sie den Hundekorb nicht mitten im Raum auf. Lieber an einer ruhigen Raumseite oder Ecke, ohne direkte Sonneneinstrahlung und frei von Zugluft. Ebenfalls nicht direkt vor der Heizung, da es dem Hund schnell zu warm werden kann. Bitte stellen Sie die Schlafstelle auch nicht in einen Durchgang oder den Flur. An dieser Stelle herrscht zu viel „Verkehr“ und Unruhe. Damit Ihre Fellnase gut abschalten kann und zur Ruhe findet ist eine etwas versteckte, geschützte Stelle der passende Ort für das Hundebett.

Beugen Sie Gelenkbeschwerden vor und lassen Sie den Hund bitte nicht direkt auf dem kalten und harten Fußboden schlafen. Stellen Sie ihm einen Schlafplatz mit einer guten Isolierung vor Kälte und Wärme (Fußbodenheizung) zur Verfügung. Unsere Hundekissen sind dick genug um diesen Anforderungen zu entsprechen. Die orthopädische Latexfüllung sorgt ebenfalls für einen gesunden Tiefschlaf. Sie unterstützt den Hundekörper mit ihrer hervorragenden Punktelastizität und bildet die Körperform optimal ab, damit keine Druckbelastung auf Bandscheiben und Wirbelsäule entsteht. Das sorgt für die optimale Muskelentspannung.
Hat der Hund bereits Schwierigkeiten mit den Gelenken, empfiehlt sich eine viskoelastische (Memory foam) Hundematte wie unser PAUL oder die MARY.
Achten Sie auf die richtige Größe des Hundebettes. Der Hund sollte sich auch mal richtig ausstrecken können.

Was noch für einen guten Schlaf sorgt.

Bewegung und Auslastung an der frischen Luft sind für einen guten Schlaf unabdingbar. Auch eine geistige Auslastung wie Nasenarbeit und Fährtensuche fordern nicht nur die Muskeln sondern auch den Kopf. Ein erholsamer Schlaf hängt auch von der guten Schlafumgebung ab, aber das haben wir ja schon besprochen. Nachts ist es zusätzlich wichtig, dass der Raum dunkel ist. Auch sollte das Tier nicht von lauten Umgebungsgeräuschen gestört werden. Damit in der Nacht die Blase nicht drückt und den Hund am durchschlafen hindert, sollte vor dem zu Bett gehen eine letzte Gassi Runde stattfinden. Füttern sie ihn früh am Abend damit er genug Zeit hat, die Abendmahlzeit zu verdauen.

Ernste Ursachen bei zu viel Schlaf.

Es gibt einen großen Unterschied zwischen Schlafen und lethargischem Liegen. Beobachten Sie ihren Hund genau. Erscheint er eher träge und lethargisch sollten Sie zuerst die Futtergewohnheiten überprüfen. Kann es sein dass Ihr Vierbeiner zu wenig trinkt oder hat er kaum Appetit? Das kann ein ernstes Alarmsignal sein. Wenn wir Menschen Grippe haben, möchten wir auch nicht aus dem Bett und leiden unter Appetitlosigkeit und Antriebsschwäche. Beobachten Sie Ihren Hund genau, und prüfen Sie, ob er vielleicht
– zu wenig Beschäftigung bekommt und unterfordert ist
– an einer Unterfunktion der Schilddrüse leidet
– Diabetiker ist
– an einer Depression leidet
– durch einen Zeckenbiss mit Lyme-Borreliose infiziert wurde

Grundsätzlich gilt: 16 bis 20 Stunden Schlaf sind normal für Hunde und in der Regel kein Grund zur Besorgnis. Verändert sich aber das Verhalten ihres Tieres plötzlich, ist er viel weniger aktiv, liegt lethargisch in seinem Bett, ändern sich seine Trinkgewohnheiten oder das Fressverhalten, sollten Sie immer einen Tierarzt aufsuchen.

Hitzschlag beim Hund

Für uns angenehme Temperaturen können für den Hund unter Umständen schon zum Hitzschlag führen.

Hitzschlag beim Hund

Steigen im Sommer die Temperaturen auf über 25°, kommt es vermehrt zu Hitzschlag beim Hund. Da sich auf großen Teilen der Haut bei Hunden und auch bei Katzen keine Schweissdrüsen befinden, sind die Tiere sehr hitzeempfindlich. Schweißdrüsen befinden sich lediglich am Nasenspiegel und am Ballen. Das ist eine zu geringe Oberfläche um die Körpertemperatur ausreichend zu regulieren. Und das wärmende Fell kann, nicht wie beim Menschen, in ein luftiges Sommerkleid getauscht werden.

 

Wie kommt es zu einem Hitzschlag beim Hund?

Ist der Hund längere Zeit Hitze ausgesetzt und hat keine Möglichkeit, sich an einen kühlen Ort zurück zu ziehen, kann es sehr schnell zu einem Hitzschlag beim Hund kommen. Stellen Sie Ihr Auto bei angenehmen 24° in der Sonne ab, kann das für Ihren darin befindlichen Hund, innerhalb einer Stunde zu einer tödlichen Falle werden. Lassen Sie Ihren Hund niemals allein im Auto, selbst wenn es im Schatten steht. Die Sonne wandert und das Auto verwandelt sich innerhalb kürzester Zeit in einen Backofen..

Bei warmen Wetter, hoher Luftfeuchtigkeit und körperlich anstrengender Aktivität können gut trainierte Hunde einen Hitzschlag erleiden. Rettungshunde dürfen bei Temperaturen von über 30° nur 15 Minuten eingesetzt werden. Dann muss eine ausreichend lange Pausen eingelegt werden und dem Tier Zugang zu Wasser uneingeschränkt möglich sein. Damit der Rettungshund ausreichend geschützt ist, wird die Körpertemperatur regelmäßig kontrolliert.

Handelt es sich bei Ihrem Hund um eine Plattnase (z.B. Französische Bulldogge, Mops, Boxer, Cavalier King Charles Spaniel, Pekinesen…) sollten Sie besonders vorsichtig sein. Schon ein ruhiger Spaziergang in der Mittagshitze kann bei einem Hund mit eingeschränkter Atmung zum Hitzschlag führen.

Was passiert beim Hitzschlag?

Hunde leiten die Hitze über das Hecheln ab. Durch den entstehenden Flüssigkeitsverlust, dehydrieren die Tiere und die Körpertemperatur steigt weiter an. Ab 40° Körpertemperatur werden die Organe nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt, es treten erhebliche Kreislaufbeschwerden auf und es kann zum Schock kommen. Steigt die Körpertemperatur weiter, gerinnt das körpereigene Eiweiß, das Tier kollabiert und stirbt, nach einem qualvollen Kampf, an Herzversagen.

Das sind die Anzeichen eines Hitzschlages:

  • starkes Hecheln und flache Atmung
  • große Unruhe, der Hund sucht einen Schattenplatz
  • schneller Puls und Herzrasen
  • Körpertemperatur über 40°
  • tiefrote Zunge und glasiger Blick
  • Innenseite der Ohren sind heiß und gerötet
  • das Tier ist erschöpft, ist unruhig und krampft
  • Erbrechen und Durchfall
  • Gleichgewichtsstörungen und Taumeln
  • Apathie und im schlimmsten Fall Bewusstlosigkeit

Erste Hilfemaßnahmen bei Hitzschlag:

  • bringen Sie das Tier an einen kühlen, gut belüfteten Ort
  • bieten Sie dem Tier dosiert Wasser an (niemals mit Zwang einflößen)
  • legen Sie den Hund auf ein feuchtes Handtuch und kühlen Sie Kopf und Hals
  • befeuchten Sie langsam die Beine
  • duschen Sie das Tier langsam und vorsichtig, mit den Beinen beginnend
  • kippen Sie auf keinen Fall Wasser auf das Tier, Schockgefahr!
  • verwenden Sie auf keinen Fall eiskaltes Wasser, Lebensgefahr!
  • ist der Hund bewusstlos, legen Sie ihn auf die rechte Seite, strecken Sie Kopf und Hals um ein Ersticken zu verhindern
  • bringen Sie das Tier sofort zum Tierarzt

Suchen Sie mit einem hitzegeschädigtem Hund unbedingt immer und unter allen Umständen einen Tierarzt auf! Nur ein Tierarzt hat die Chance irreparable Schäden zu verhindern und Notmaßnahmen einzuleiten.

Hier finden Sie nützliche Tipps, wie Sie Ihren Hund durch die Sommerhitze bringen!

 

Den Hund vor Zecken schützen.

Der Frühling zieht ins Land, die Sonne wärmt uns. Wir freuen uns auf lange Spaziergänge und ausgiebige Gassi-Runden mit unseren Hunden. Und damit geht es auch wieder los mit der Zecken Plage. Wer sich und seinen vierbeinigen Freund vor Zecken schützen will, kann auf relativ sichere und umweltfreundliche Methoden zurückgreifen. Es gibt wunderbare, pflanzliche Produkte die helfen können. Man muss nicht immer gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen. Wer allerdings in einem Gebiet mit starken Zeckenbefall wohnt, muss vielleicht doch auf ein Spot-On zurück greifen. Das können Sie am besten mit Ihrem Tierarzt besprechen.

Wir stellen Ihnen gesunde Alternativen zur Zeckenabwehr vor.

 

Warum viele Produkte die vor Zecken schützen, so gefährlich für Ihr Tier sind.

Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Spot-Ons und Tabletten die mit chemischen Wirkstoffen vor Zecken schützen. Darin sind Chemikalien enthalten wie Permethrin, Pyroproxifen, Methopren, Fipronil oder Imidacloprid. Tabletten enthalten unter anderem Flurolaner. Diese Wirkstoffe haben ernsthafte Gesundheitsprobleme bei den Tieren in den Versuchslaboren ausgelöst. Auch die enthaltenen inaktiven Inhaltstoffe können Ihrem Hund schaden. Für Katzen sind einige dieser Giftstoffe tödlich. Gehört zu Ihrer Familie neben einem Hund auch eine Katze, sollten Sie über ungiftigere Wege nachdenken und sich gründlich informieren.

Auf vielen Packungsbeilagen wird davor gewarnt, die Substanzen beim Auftragen nicht mit der eigenen Haut in Kontakt kommen zu lassen. Es wird empfohlen die Hände nach der Benutzung gründlich zu waschen und die Mittel von Kindern fern zu halten. Doch um den Hund vor Zecken schützen zu können, muss das Mittel auf die Haut des Tieres aufgetragen werden. Durch eine Überdosis der Pestizide können beim Hund Erbrechen, Durchfall, Zittern, Krämpfe und Atemprobleme auftreten. Sollte eines dieser Symptome auftreten, waschen Sie das Produkt gründlich ab und suchen Sie sofort einen Tierarzt auf.

Ein starkes Immunsystem ist ein guter Anfang.

Gut und gesund gefütterte Hunde mit einem starken Immunsystem ziehen weniger Parasiten an. Das zeigt die Erfahrung. Und wie auch bei uns Menschen ist der Schlüssel zu einer guten Gesundheit die Ernährung. Informieren Sie sich ausführlich über die Inhaltsstoffe des Futters. Meist besteht das Hundefutter aus Resten der Fleischindustrie, das für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet ist. In Deutschland dürfen nur hygienisch einwandfreie Nebenprodukte für die Herstellung des Futters verwendet werden. Doch seit den Gammelfleisch-Skandalen wissen wir, was alles in unser Essen und das unserer Haustiere kommen kann.

Setzen Sie sich am besten intensiv mit dem Thema Ernährung für Ihren Hund auseinander. Nur so können Sie sicher sein, alles für die Gesundheit Ihres Vierbeiners zu tun.

Mit der Kraft der Natur vor Zecken schützen.

B-Vitamin Tabletten sind eine gute Vorbeugung gegen den Befall von Zecken. Auch die Futterbeigabe von Kokosfett (bitte in Bio-Qualität) hilft. Das ist nicht unbedingt wissenschaftlich belegt, jedoch in der Praxis erprobt. Kokosöl ist reich an Öl- und Linolsäure, Vitamin E und K, Eisen und organischem Schwefel. Die enthaltenen Laurin-, Caprin- und Caprylsäuren stärken das Immunsystem und wirken antibakteriell, antimykotisch und antiviral.

Es gibt auch Spot-Ons mit rein pflanzlichen Extrakten, die vor Zecken schützen. Diese pflanzlichen Stoffe werden von Zecken nicht gemocht und werden im Nacken des Tieres aufgetragen. Sie können auch pflanzliche Lotionen auf Basis von Kokos und Neemöl auftragen. Diese pflegen das Fell und halten 2-3 Stunden die Wirkung.

Sie können sich auch selbst ein effektives Abwehrmittel gegen Parasiten herstellen. Die Mischung können Sie in eine Sprühflasche füllen und Ihren Hund damit vor jedem Gassigang einsprühen.

Mischen Sie jeweils 5 Tropfen Teebaum-, Zitronell-, Rosmarin-, Pfefferminz- und Eukalyptusöl mit einer Tasse Wasser. Die Mischung gut durchschütteln und in eine Sprühflasche füllen. Mit dieser Tinktur können Sie Ihren Hund täglich einsprühen. Es wird ihn vor Zecken schützen.

Vorsicht:

Benützen Sie das Spray auf gar keinen Fall bei Katzen. Ätherische Öle können für Katzen tödlich sein. Katzen können ätherische Öle nicht verstoffwechseln und scheiden diese nur langsam aus. Sie reichern sich im Körper an und wirken toxisch. Schon wenige Tropfen können zu Erkrankung einer Katze führen.

Hundeführerschein – Die Lizenz zum Gassi gehen?

Selten sind Hunde von Natur aus aggressiv. Treten Fälle von Aggression auf, handelt es sich meist um falsche Haltung, gewaltsame Erziehung oder auch um eine Fehlinterpretation des Verhaltens.

Immer wenn wieder über einen Beißunfall in der Presse berichtet wird, wird der Ruf nach einem Hundeführerschein laut. Vergessen wird dabei, dass Hunde sehr selten von Natur aus aggressiv sind. In vielen Fällen liegt der Grund an der falschen Haltung und einer gewaltsamen, aggressiven Erziehung. Auch eine Fehlinterpretation des Verhaltens des Vierbeiners können die Ursache sein. Was bringt ein Hundeführerschein und was gibt es zu beachten?

 

Was genau ist der Hundeführerschein?

Beim Hundeführerschein erwirbt der Hundehalter ein Zertifikat. Es muss eine Prüfung mit einem theoretischen und praktischen Teil abgelegt werden. Der theoretische Teil besteht aus Fragen zur artgerechten Haltung, zu gesetzlichen Vorschriften oder zum sachgerechten Umgang mit einem Hund. Im Praxistest muss Hund und Halter typische Alltagssituationen bestehen. Zum Beispiel ruhig unter dem Tisch im Cafe liegen bleiben, obwohl der Kellner oder andere Gäste an den Tisch kommen. Auch sollte der Hund beim Spaziergang ohne Leine ungewöhnlichen Bewegungsmuster (z.B. Kinder auf Rollern) aushalten.

Wo kann der Test abgelegt werden?

Verbände wie der Internationale Berufsverband der Hundetrainer (IBH), der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) oder der BHV (Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater) nehmen den Test zum Hundeführerschein ab. Die Kosten liegen so um die 100 €.

In Niedersachsen ist der Sachkundenachweis Pflicht.

Seit Juli 2013 ist in Niedersachsen ein Sachkundenachweis Pflicht, für alle die sich einen Hund neu anschaffen. Dieser Nachweis wird umgangssprachlich gerne Hundeführerschein genannt. Allerdings erkennen nicht alle Behörden alle Sachkundenachweise an. Deshalb ist es ratsam, sich bei den jeweiligen Ämtern beraten zu lassen.

Welche Bestimmungen gelten in den anderen Bundesländern?

Deutschlandweit gibt es keine einheitlichen Regeln, nur Forderungen nach verbindlichen Nachweisen für alle Hundehalter. In Bayern benötigt man nur für die Haltung sogenannter Kampfhunde eine Erlaubnis. Welche Hunde unter diesen Begriff fallen, kann in der Kampfhunde-Verordnung nachgelesen werden. In Berlin gelten verschärfte Regeln für alle Hunde, wenn man ihn von der Leine lassen will.

Welche Vorteile bringt ein Hundeführerschein?

Zum einen bekommt man selbst ein Verständnis dafür, wie gut man seinen Hund unter Kontrolle hat. Zum anderen bietet der Besitz des Führerscheines finanzielle Anreize: Es gibt Gemeinden die nach Erhalt des Hundeführerscheines eine Befreiung der Hundesteuer anbieten. In anderen Gemeinden wird die Hundesteuer bei Vorlage des Hundeführerscheines zumindest gesenkt.

Was muss der Hundehalter bei der Prüfung beherrschen?

Die Anforderungen sind von Bundesland zu Bundesland etwas verschieden. Auch sind die Prüfungen der diversen Verbände unterschiedlich. Es müssen ca. 35 – 40 Fragen zu den Themenbereichen Ausbildung, Angst, Aggression, Erziehung, Fortpflanzung, Gesundheit, Haltung, Kommunikation, Pflege, Rasse und einschlägiges Recht beantwortet werden. Um bestanden zu haben, muss der Halter mindestens 80% der Fragen richtig beantworten.

Was muss der Halter praktisch können?

Bei der Prüfung zum Hundeführerschein geht es um die Alltagstauglichkeit des Tieres. Es werden zahlreiche Situationen durchgespielt. Der Halter des Tieres muss den Hund so im Griff haben, das er nicht an Passanten hochspringt. Auch muss er seinen Hund so unter Kontrolle haben, dass er in in der Öffentlichkeit ohne Leine laufen lassen kann.

 

Hund im Winter: Gesund und sicher durch die kalte Jahreszeit.

Der Herbst steht vor der Tür und wir können einiges tun um unseren Hund auf den Winter vorzubereiten. Wie das Fell und die Pfoten unseres 4beiners das Winterwetter gut überstehen und welche veränderten Ernährungsansprüche in der kalten Jahreszeit gelten, beschreiben wir in unserem Blog Beitrag „Hund im Winter“. Auch das Thema Sicherheit kommt nicht zu kurz, denn gut sichtbare, reflektierende Kleidung und Halsbänder erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr und beim abendlichen Gassi gehen. Mit unseren Tipps kommt der Hund gesund und sicher durch die Wintermonate.

Unsere Tipps damit der Hund im Winter gesund bleibt.

Sicher mit dem Hund durch den Winter.

Jetzt im Herbst werden die Tage wieder kürzer. Da bleibt es nicht aus, dass die Gassi Runden in der abendlichen Dunkelheit stattfinden. Damit die anderen Verkehrsteilnehmer uns und unseren Hund im Winter rechtzeitig sehen, sind reflektierende Kleidung, Leinen, Halsbänder und Blinklichter wichtig, um unsere Sicherheit zu gewähren. Nicht nur der Hund, auch das Herrchen muss gut sichtbar sein. Helle Kleidung, reflektierende Jacken und Blinklichter erhöhen die Sicherheit und Sichtbarkeit sehr. Zur Sicherheit sollten Sie und Ihr Hund stark befahrene Straßen nur an gut einsehbaren und beleuchteten Stellen überqueren. Um die Hinterlassenschaften des Hundes gründlich einsammeln zu können empfiehlt sich die Mitnahme einer Taschenlampe. Die hilft ebenfalls um sich auf unbekannten Wegen sicher fortbewegen zu können und dem Hund helfen zu können, sollte er sich etwas in die Pfote getreten haben.

Die Jagdsaison beginnt auch im Herbst. Achten Sie bei Waldspaziergängen unbedingt darauf, dass Ihr Hund von Jägern rechtzeitig gesehen wird. Dazu empfiehlt sich eine Warnweste für den Vierbeiner. Auch sollten Sie beachten, dass der Hund Wildtiere wahrnimmt, die wir gar noch nicht sehen. Sollte Ihr Hund nicht sicher abrufbar sein, bitte unbedingt mit einer Schleppleine laufen.

Im Herbst ist die Zeit des Fellwechsels.

Regelmäßiges bürsten hilft Ihrem Hund im Winter beim Fellwechsel. Es entfernt die abgestorbenen Haare. Die Luft kann im Hundefell wieder besser zirkulieren was für die Wärmeregulation besonders wichtig ist. Die körpereigene Fettschicht der Haut dient dazu vor Kälte und Nässe zu schützen. Damit diese nicht zerstört wird ist es wichtig, auf häufiges Baden des Hundes zu verzichten. Nach einer matschreichen Gassi Runde entfernen Sie den Dreck so gut es geht mit einem feuchten Handtuch, trocknen dann das Fell gründlich ab und befreien es falls notwendig von Eisklumpen.

Vorsicht vor Zecken und Milben.

Auch in der kalten Jahreszeit gibt es Parasiten. Zecken sind im Herbst besonders aktiv den sie lieben feuchte Wetterbedingungen und milde Temperaturen. Untersuchen Sie Ihren Hund nach den Gassi Runden gründlich auf Zecken. Es empfiehlt sich auch im Herbst antiparasitäre Mittel zu verwenden, um Ihren Hund im Winter vor Zeckenstichen und den dabei übertragbaren Krankheiten zu schützen. Im umherliegenden Laub und Wiesen halten sich vermehrt die Herbstgrasmilben auf. Diese setzen sich mit Vorliebe am Bauch, in der Leiste, den Ohren und den Zehenzwischenräumen fest und sind manchmal als orange-rote Punkte erkennbar. Sie lösen Juckreiz aus und durch das vermehrte Kratzen des Hundes entstehen Sekundärinfektionen mit Entzündungen und Krusten. Suchen Sie einen Tierarzt auf, sollten Sie den Verdacht auf einen Herbstgrasmilbenbefall haben.

Pflege der Pfoten im Winter.

Mit heilen Pfoten kommt Ihr Hund durch den Winter, wenn Sie diese Pflegetipps beachten. Überprüfen Sie die Länge der Krallen regelmäßig. Die weichen Schnee- und Laubuntergründe schleifen die Krallen schlechter ab. Lassen Sie die Krallen durch den Tierarzt oder von einem ausgebildeten Hundefrisör regelmäßig kürzen. Empfindliche Hundepfoten leiden außerdem durch Streusalz und Splitt auf den Gassi Wegen. Vor dem Spaziergang ist es hilfreich die Pfote einzucremen. Nach der Gassi Runde spülen Sie am Besten die Pfote mit klarem Wasser ab um Salz und kleine Steine zu entfernen. Danach können Sie die Pfote nochmals dünn eincremen.

Mehr zum Thema Pfotenpflege und ein tolles Rezept für die Herstellung einer Pfotensalbe finden Sie hier.

Der gelenkkranke Hund im Winter.

Das nasskalte Wetter in Herbst und Winter ist für gelenkkranke Hunde nicht gut und kann zu einer Verschlimmerung der vorhandenen Symptome führen. Achten Sie unbedingt darauf, ob Ihr betroffener Hund im Winter verstärkt Schmerzen beim Laufen und damit ein schlechteres Gangbild aufzeigt. Beobachten Sie Ihren Hund beim gemeinsamen Spaziergang, ob er Schmerzen oder Beschwerden zeigt. Falls ja, kürzen Sie die Gassi Runden und gehen lieber einmal öfter vor die Türe. Halten Sie Ihren 4 Beinigen Liebling ausreichend warm, legen ruhig noch eine Decke ins Hundebett oder überlegen die Anschaffung eines orthopädischen Bettes von pet-interiors, um die Schmerzen des Tieres zu lindern. Sprechen Sie auch mit Ihrem Tierarzt über eine sinnvolle Schmerztherapie.

Dauer des Spaziergangs anpassen.

Bei kalter Witterung sollte der Hund beim Spaziergang immer in Bewegung bleiben, laufen Sie deshalb zügig und ohne längere Pausen. So bilden die Tiere ausreichend Körperwärme. Lassen Sie Ihren Hund auch nicht unnötig in der Kälte Sitzen oder Liegen, um ihn vor Erkältung und Blasenentzündung zu schützen. Passen Sie die Gassi Runde der Verfassung Ihres Hundes an und laufen zurück, sobald der Hund friert und sich unwohl fühlt. Gerade kleine, dünne, ältere, kranke und Hunde mit wenig Behaarung kommen mit der Kälte schwer zurecht. Für diese Tiere empfiehlt sich für die kalte Jahreszeit ein funktionaler Mantel um sie warm zu halten.

Bekommt mein Hund im Winter eine Erkältung?

Hunde können sich wie Menschen erkälten und zeigen die gleichen Symptome wie Husten, Niesen, Nasenausfluss und leichtes Fieber. Bei Erkältungsanzeichen bitte sofort einen Tierarzt aufsuchen, da Erkältungen beim Hund oft viel schwerwiegender verlaufen als bei uns Menschen.
Stärken Sie das Immunsystem Ihres Hundes durch regelmäßige Bewegung an der frischen Luft und eine ausgewogene Ernährung. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund im Winter weder in der Wohnung noch draußen friert. Trocknen Sie den Hund nach jedem Spaziergang gründlich ab und schützen Sie Ihn notfalls mit einem wärmenden Mantel oder Pulli.

Die Ernährung des Hundes im Winter anpassen.

Durch die sinkenden Temperaturen steigt der Energiebedarf des Hundes. Für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur werden mehr Kalorien verbraucht als im Sommer. Erhöhen Sie die Futtermenge entsprechend und achten Sie auf eine bedarfsgerechte Zufuhr von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Durch die optimale Versorgung durch Nährstoffe bleibt Ihr Hund im Winter fit und gesund. Wenn Sie alle Tipps beachten kommen Sie und Ihr Hund durch den Winter und haben viel Freude an dem Wetter.

Mit der richtigen Vorbereitung macht das Winterwetter Ihrem Hund richtig Freude.