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Hund im Winter: Gesund und sicher durch die kalte Jahreszeit.

Der Herbst steht vor der Tür und wir können einiges tun um unseren Hund auf den Winter vorzubereiten. Wie das Fell und die Pfoten unseres 4beiners das Winterwetter gut überstehen und welche veränderten Ernährungsansprüche in der kalten Jahreszeit gelten, beschreiben wir in unserem Blog Beitrag „Hund im Winter“. Auch das Thema Sicherheit kommt nicht zu kurz, denn gut sichtbare, reflektierende Kleidung und Halsbänder erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr und beim abendlichen Gassi gehen. Mit unseren Tipps kommt der Hund gesund und sicher durch die Wintermonate.

Unsere Tipps damit der Hund im Winter gesund bleibt.

Sicher mit dem Hund durch den Winter.

Jetzt im Herbst werden die Tage wieder kürzer. Da bleibt es nicht aus, dass die Gassi Runden in der abendlichen Dunkelheit stattfinden. Damit die anderen Verkehrsteilnehmer uns und unseren Hund im Winter rechtzeitig sehen, sind reflektierende Kleidung, Leinen, Halsbänder und Blinklichter wichtig, um unsere Sicherheit zu gewähren. Nicht nur der Hund, auch das Herrchen muss gut sichtbar sein. Helle Kleidung, reflektierende Jacken und Blinklichter erhöhen die Sicherheit und Sichtbarkeit sehr. Zur Sicherheit sollten Sie und Ihr Hund stark befahrene Straßen nur an gut einsehbaren und beleuchteten Stellen überqueren. Um die Hinterlassenschaften des Hundes gründlich einsammeln zu können empfiehlt sich die Mitnahme einer Taschenlampe. Die hilft ebenfalls um sich auf unbekannten Wegen sicher fortbewegen zu können und dem Hund helfen zu können, sollte er sich etwas in die Pfote getreten haben.

Die Jagdsaison beginnt auch im Herbst. Achten Sie bei Waldspaziergängen unbedingt darauf, dass Ihr Hund von Jägern rechtzeitig gesehen wird. Dazu empfiehlt sich eine Warnweste für den Vierbeiner. Auch sollten Sie beachten, dass der Hund Wildtiere wahrnimmt, die wir gar noch nicht sehen. Sollte Ihr Hund nicht sicher abrufbar sein, bitte unbedingt mit einer Schleppleine laufen.

Im Herbst ist die Zeit des Fellwechsels.

Regelmäßiges bürsten hilft Ihrem Hund im Winter beim Fellwechsel. Es entfernt die abgestorbenen Haare. Die Luft kann im Hundefell wieder besser zirkulieren was für die Wärmeregulation besonders wichtig ist. Die körpereigene Fettschicht der Haut dient dazu vor Kälte und Nässe zu schützen. Damit diese nicht zerstört wird ist es wichtig, auf häufiges Baden des Hundes zu verzichten. Nach einer matschreichen Gassi Runde entfernen Sie den Dreck so gut es geht mit einem feuchten Handtuch, trocknen dann das Fell gründlich ab und befreien es falls notwendig von Eisklumpen.

Vorsicht vor Zecken und Milben.

Auch in der kalten Jahreszeit gibt es Parasiten. Zecken sind im Herbst besonders aktiv den sie lieben feuchte Wetterbedingungen und milde Temperaturen. Untersuchen Sie Ihren Hund nach den Gassi Runden gründlich auf Zecken. Es empfiehlt sich auch im Herbst antiparasitäre Mittel zu verwenden, um Ihren Hund im Winter vor Zeckenstichen und den dabei übertragbaren Krankheiten zu schützen. Im umherliegenden Laub und Wiesen halten sich vermehrt die Herbstgrasmilben auf. Diese setzen sich mit Vorliebe am Bauch, in der Leiste, den Ohren und den Zehenzwischenräumen fest und sind manchmal als orange-rote Punkte erkennbar. Sie lösen Juckreiz aus und durch das vermehrte Kratzen des Hundes entstehen Sekundärinfektionen mit Entzündungen und Krusten. Suchen Sie einen Tierarzt auf, sollten Sie den Verdacht auf einen Herbstgrasmilbenbefall haben.

Pflege der Pfoten im Winter.

Mit heilen Pfoten kommt Ihr Hund durch den Winter, wenn Sie diese Pflegetipps beachten. Überprüfen Sie die Länge der Krallen regelmäßig. Die weichen Schnee- und Laubuntergründe schleifen die Krallen schlechter ab. Lassen Sie die Krallen durch den Tierarzt oder von einem ausgebildeten Hundefrisör regelmäßig kürzen. Empfindliche Hundepfoten leiden außerdem durch Streusalz und Splitt auf den Gassi Wegen. Vor dem Spaziergang ist es hilfreich die Pfote einzucremen. Nach der Gassi Runde spülen Sie am Besten die Pfote mit klarem Wasser ab um Salz und kleine Steine zu entfernen. Danach können Sie die Pfote nochmals dünn eincremen.

Mehr zum Thema Pfotenpflege und ein tolles Rezept für die Herstellung einer Pfotensalbe finden Sie hier.

Der gelenkkranke Hund im Winter.

Das nasskalte Wetter in Herbst und Winter ist für gelenkkranke Hunde nicht gut und kann zu einer Verschlimmerung der vorhandenen Symptome führen. Achten Sie unbedingt darauf, ob Ihr betroffener Hund im Winter verstärkt Schmerzen beim Laufen und damit ein schlechteres Gangbild aufzeigt. Beobachten Sie Ihren Hund beim gemeinsamen Spaziergang, ob er Schmerzen oder Beschwerden zeigt. Falls ja, kürzen Sie die Gassi Runden und gehen lieber einmal öfter vor die Türe. Halten Sie Ihren 4 Beinigen Liebling ausreichend warm, legen ruhig noch eine Decke ins Hundebett oder überlegen die Anschaffung eines orthopädischen Bettes von pet-interiors, um die Schmerzen des Tieres zu lindern. Sprechen Sie auch mit Ihrem Tierarzt über eine sinnvolle Schmerztherapie.

Dauer des Spaziergangs anpassen.

Bei kalter Witterung sollte der Hund beim Spaziergang immer in Bewegung bleiben, laufen Sie deshalb zügig und ohne längere Pausen. So bilden die Tiere ausreichend Körperwärme. Lassen Sie Ihren Hund auch nicht unnötig in der Kälte Sitzen oder Liegen, um ihn vor Erkältung und Blasenentzündung zu schützen. Passen Sie die Gassi Runde der Verfassung Ihres Hundes an und laufen zurück, sobald der Hund friert und sich unwohl fühlt. Gerade kleine, dünne, ältere, kranke und Hunde mit wenig Behaarung kommen mit der Kälte schwer zurecht. Für diese Tiere empfiehlt sich für die kalte Jahreszeit ein funktionaler Mantel um sie warm zu halten.

Bekommt mein Hund im Winter eine Erkältung?

Hunde können sich wie Menschen erkälten und zeigen die gleichen Symptome wie Husten, Niesen, Nasenausfluss und leichtes Fieber. Bei Erkältungsanzeichen bitte sofort einen Tierarzt aufsuchen, da Erkältungen beim Hund oft viel schwerwiegender verlaufen als bei uns Menschen.
Stärken Sie das Immunsystem Ihres Hundes durch regelmäßige Bewegung an der frischen Luft und eine ausgewogene Ernährung. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund im Winter weder in der Wohnung noch draußen friert. Trocknen Sie den Hund nach jedem Spaziergang gründlich ab und schützen Sie Ihn notfalls mit einem wärmenden Mantel oder Pulli.

Die Ernährung des Hundes im Winter anpassen.

Durch die sinkenden Temperaturen steigt der Energiebedarf des Hundes. Für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur werden mehr Kalorien verbraucht als im Sommer. Erhöhen Sie die Futtermenge entsprechend und achten Sie auf eine bedarfsgerechte Zufuhr von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Durch die optimale Versorgung durch Nährstoffe bleibt Ihr Hund im Winter fit und gesund. Wenn Sie alle Tipps beachten kommen Sie und Ihr Hund durch den Winter und haben viel Freude an dem Wetter.

Mit der richtigen Vorbereitung macht das Winterwetter Ihrem Hund richtig Freude.

Welche Pflanzen sind giftig für Hunde?

Welpen erkunden ihre Umwelt mit dem Mund und sind besonders gefährtet, eine für sie giftige Pflanze zu zerkauen.

Vielen Hundehaltern ist nicht bewusst, wie viele Pflanzen in unserer unmittelbarer Nähe für den Hund giftig sind. Eine große Anzahl von Pflanzen in unserem Wohnraum, im Garten und in der freien Natur bergen eine mittlere bis große Vergiftungsgefahr für unsere Haustiere. Gerade Welpen die ihre Umwelt mit dem Mund und Gebiss erkunden, kann das Gesundheitsrisiko sehr hoch sein. Mit unserem Beitrag informieren wir Sie über für Hunde giftige Pflanzen, die häufigsten Vergiftungssymptome und Notfall-Maßnahmen für den Fall einer Pflanzenvergiftung.

Wie können Hunde giftige Pflanzen aufnehmen?

  • der Hund zerkaut eine giftige Pflanze (Blüten, Stamm und/oder Wurzel) und nimmt das Gift über die Mundschleimhaut auf
  • der Hund verschluckt giftigen Pflanzenteile
  • der Hund hat Hautkontakt mit dem Pflanzengift, z.B. das Kontaktgift des Wiesenbärenklau,   Blauer Eisenhut
  • der Hund atmet giftigen Blütenstaub ein, das kommt selten vor

Information für Welpen Besitzer

Zieht ein Welpe ein, müssen alle Pflanzen auf den Prüfstand. Aufgrund ihrer Neugier und der Veranlagung, Neues mit dem Mund zu erkunden, müssen alle Zimmerpflanzen die in Reichweite des jungen Hundes stehen, auf ihre Unbedenklichkeit geprüft werden. Bitte gehen Sie kein Risiko ein und entfernen alle für Hunde giftige Pflanzen aus ihrem Wohnbereich.

Wie Sie Ihrem Welpen das Kauen an Gegenständen abgewöhnen, dass lesen Sie hier.

Für Hunde giftige Pflanzen

Wir haben eine Liste von für Hunde giftige Pflanzen zusammengestellt. Die Liste umfasst Zimmer- und Gartenpflanzen, die für Ihren Vierbeiner giftig sind. Wir können keine Garantie auf Vollständigkeit geben. Vor allem kommen ständig Neuzüchtungen auf den Markt, die giftig für Ihr Tier sein können. Wenn Sie unsicher sind, ob es sich für eine für Hunde giftige Pflanze handelt oder nicht, entfernen Sie diese lieber und gehen kein Risiko ein.

Ein Hinweis zu Pilzen

Die Wirkung von Pilzen auf Hunde ist noch nicht ausreichend erforscht und deshalb für Hunde grundsätzlich nicht erlaubt. Was für den Menschen als bekömmlich gilt, stimmt nicht zwangsläufig für den Hund. Das zeigt das Beispiel Schokolade. Der in Schokolade enthaltende Wirkstoff Theobromin kann beim Hund eine schwere Vergiftung hervorrufen. Entfernen Sie vorsichtshalber alle Pilze aus Ihrem Garten.

Der Hund hat sich vergiftet

Sollten Sie Ihren Hund direkt beim Kauen einer Giftpflanze beobachten, nehmen sie ihm diese sofort weg. Bieten Sie im eine bessere Alternative, ein Leckerlie, Würstchen oder wenn es sein muss ein Steak an, um die „Beute“ zu tauschen. Telefonieren Sie sofort mit Ihrem Tierarzt um zu besprechen ob eine Notfall-Maßnahme von Ihnen eingeleitet werden kann, zum Beispiel die Gabe von Kohletabletten. Machen Sie sich mit den restlichen Pflanzenteilen im Gepäck auf zum Tierarzt. Sie helfen bei der Identifikation des Giftes und der sofort einzuleitenden Gegenmaßnahmen.

Die Symptome einer Pflanzenvergiftung

  • Apathie
  • Atemnot
  • schwerer und/oder blutiger Durchfall
  • Blut im Urin
  • Erbrechen mit oder ohne Blut
  • starker Speichelfluss
  • Krämpfe
  • Zittern
  • Koordinationsprobleme, Taumeln, Hinfallen
  • blass oder blau verfärbte Mundschleimhaut
  • Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, erhöhte Herzfrequenz
  • Schocksymptome
  • Ohnmacht

Der Transport zum Tierarzt

Nehmen Sie zuerst Kontakt mit dem Tierarzt auf. Stellen Sie sicher, dass die Praxis geöffnet hat. Ist Ihr Hund in der Lage selbst zu gehen, sollten Sie ihn lassen. Schwächt die Wirkung der Giftstoffe den Kreislauf des Hundes und lässt die Körpertemperatur absinken, halten Sie das Tier mit einer Decke warm. Hat Ihr Hund Krämpfe, müssen Sie ihn so transportieren, dass er sich nicht verletzen kann. Wenn Sie keine Transportmöglichkeit zum Tierarzt haben und der Hund droht zu sterben, rufen Sie die Feuerwehr (Notruf 112) und bitten um Hilfe.

Wichtige Informationen für den Tierarzt

Der Tierarzt muss wissen, welche Giftpflanze Ihr Hund zu sich genommen hat. Bringen Sie eine Probe der Giftpflanze mit, falls vorhanden. Wichtig ist ebenfalls, wann die Pflanze aufgenommen wurde. Welche Symptome und Verhaltens-Auffälligkeiten zeigt Ihr Hund und wie viel hat Ihr Tier von der Giftpflanze aufgenommen.

Selbstgebackener Hundekeks mit Quark und Ei

Heute hatte ich mal wieder Lust, ein paar Hundeleckerlies zu backen. Unsere 2-beinigen Familienmitglieder sind von meinen Backkünsten nicht immer überzeugt. Aber der Hund freut sich über einen selbst gebackenen Hundekeks. Quark, Ei, Haferflocken, Dinkelmehl und Erdnussöl hat man für das heutige Rezept immer im Haus. Anstatt Erdnussöl kann man auch Kürbis- oder Olivenöl verwenden. Sonnenblumenöl tut dem Hund nicht gut. Je besser die Qualität der Zutaten, desto besser für Ihr Haustier.

Auch dieses Rezept kann auf der Seite ganz unten herunter geladen werden.

Selbstgebackene Hundekekse liebt jeder Hund.

Zutaten:

  • 150 g Quark
    Quark ist eine super Ergänzung für die Hundeernährung. Quark ist reich an Proteinen, die der Hund gut verarbeiten und leicht verdauen kann. Der Laktosegehalt ist recht niedrig, er enthält Milchsäurebakterien dafür aber kaum Milchzucker. Die meisten Hunde vertragen Quark sehr gut. Neigt Ihr 4beiner zu Übergewicht, weichen Sie auf die magere Variante aus, dann schlägt der Hundekeks nicht auf die Hüfte.
  • 1 Ei
    Eier versorgen den Hund mit wichtigen Nährstoffen. Sie sind reich an Protein und Fett und zeichnen sich durch einen hohen Anteil an essentiellen Fett- und Aminosäuren aus. Aminosäuren können den Stoffwechsel des Hundes unterstützen, fördern die Nachbildung von Muskelgewebe und regen die Zellbildung an. Die enthaltenen Fettsäuren verleihen dem Fell einen gesunden Glanz. Das im Eidotter enthaltene Cholesterin und Lecithin werden für die Zellbildung benötigt. Hühnereier ​sollten dem Hund nur gekocht oder wie in diesem Fall, im Hundekeks gebacken serviert werden.
  • 200 g Dinkel-Vollkornmehl
    Dinkel besteht überwiegend aus Kohlehydraten in Form von Stärke. Es besitzt einen hohen Anteil an Eiweiß und eine Menge B-Vitamine. Kalium und Magnesium sind ebenso enthalten wie die Spurenelemente Eisen und Phosphor. Da es eine hohe Widerstandskraft hat, kann es fast ohne Pestizide und Insektizide angebaut werden und ist daher mit wenig Umweltgift belastet.
  • 100 g Haferflocken
    Hafer ist besonders leicht verdaulich und gut bekömmlich. Die besonderen Ballaststoffe regen bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr die Darmtätigkeit an. Hafer hat im Vergleich zu anderen gängigen Getreidesorten den höchsten Gehalt an Kalium und Magnesium, Vitamine der B-Gruppe, Eisen, Mangan, Phosphor, Zink und Kupfer. Zusätzlich enthält er für Ihren Hund leicht verdauliches Eiweiß.
  • 50 ml Sesamöl
    Bei allen Ölen sollte darauf geachtet werden, dass diese kalt gepresst und nicht raffiniert sind. Natürlich sind Bio-Produkte besser geeignet um die Ernährung zu ergänzen. Das Sesamöl hat man nicht immer für die Hundeernährung auf dem Schirm. Dabei ist es sehr gut verträglich da es sich um ein pflanzliches Öl handelt. Es wirkt sich positiv auf die Blutfettwerte aus. Es hat einen hohen Gehalt an Omega 6, deshalb sollte es nur sparsam eingesetzt werden. Wer kein Sesamöl im Haus hat, ersetzt es durch Oliven- Kürbis-, Raps- oder Leinöl.

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten zu einem glatten Teig verarbeiten.
  2. Einen kleinen Teil des Teiges abtrennen und zu einer Rolle formen.
  3. Kleine Scheiben davon abschneiden und auf ein Backblech verteilen.
  4. bei 180° ca. 20 min backen

Wichtig: Die Kekse müssen luftig lagern, damit sie nicht schimmeln!

Die fertig gebackenen Hundekekse.

Allergikerhunde – welche Rassen kommen in Frage?

Der Traum von einem Hund muss für Allergiker nicht ausgeträumt sein. Es gibt Allergikerhunde die ein geringes Allergiepotential aufweisen und in einem Allergiker Haushalt gehalten werden können.

Allergie auf Hunde

Nach der Allergie auf Katzen ist die Hunde-Haarallergie die zweithäufigste Tierhaar-Allergie. In deutschen Haushalten leben zur Zeit ca. 7 Millionen Hunde und circa 10% der Bevölkerung ist auf Hunde allergisch. Da steigt das Interesse an Hunden die mit einer Allergie kompatibel sind. Es gibt aber keine Allergikerhunde die uneingeschränkt empfohlen werden. Die Reaktion auf die verschiedenen Rassen ist von Mensch zu Mensch sehr abweichend. Und selbst innerhalb einer Rasse kann die allergische Reaktion auf das Tier unterschiedlich ausfallen.

Wodurch wird die Hundehaar-Allergie ausgelöst?

Obwohl man von der Hundehaar-Allergie spricht, wird die allergische Reaktion nicht von den Haaren ausgelöst. Das Eiweiß im Speichel, der Hautschuppen und Urin des Hundes sorgt für die allergische Reaktion. Die Haare selbst sind nicht das große Problem. Da der Hund mit seiner Zunge Körperhygiene betreibt, verteilen sich die Eiweiße auf das ganze Fell. Die vom Hund verlorenen Haare und Hautschuppen gelangen in Kontakt mit dem Hausstaub und verteilen sich in der Luft. Durch Einatmung kommt es dann zur Übertragung der Allergene.

Plötzlich allergisch auf meinen Hund

Was ist zu tun, wenn erst nach Jahren als Hundebesitzer eine Allergie auftritt? Für so gut wie alle Hundebesitzer kommt es erst mal nicht in Frage den Hund abzugeben. In diesem Fall ist eine intensive Fellpflege von anderen Familienmitgliedern durchgeführt, immens wichtig, damit so wenig wie möglich Haare des Hundes in Umlauf gelangen. Glatte Böden und Flächen die regelmäßig gewischt werden können, helfen dem Allergiker sehr. Beim Staubsauger ist darauf zu achten, daß er einen Filter für Allergiker besitzt. Eine hohe Saugkraft für die Entfernung der Hundehaare von Polstermöbeln ect. ist ebenfalls wichtig. Es werden im Fachhandel Mittel angeboten, die auf das Fell des Hundes aufgesprüht werden um eine allergische Reaktion zu vermeiden. Der Erfolg ist nicht gewährleistet, einen Versuch ist es sicherlich wert.

Was kann ich bei einer Allergie gegen Hundehaare tun?

Ist der Wunsch nach einem Hund übermächtig, ein Familienmitglied aber Allergiker, dann kommt nur eine lange Testreihe in Frage. Besuchen Sie zuerst Bekannte und Freunde mit Hund in Ihrem Umfeld. Mit viel Glück kristallisiert sich eine Rasse heraus, auf die wenig bis gar nicht reagiert wird. Oder es liegt an der Fellstruktur des Hundes, dass keine oder wenig Reaktion hervorgerufen wird. Die Suche nach einem Allergikerhund ist schwierig und langwierig, aber nicht unmöglich.

Welche Hunderasse eignet sich für Allergiker?

Die Allergene werden vor allem durch herumfliegende Hundehaare verteilt. Da ist es besonders wichtig, einen Hund auszuwählen, der wenig Haare verliert. Obwohl Doggen wenig haaren, eignen sie sich nicht als Allergikerhunde, denn diese Hunderasse sabbert übermäßig viel und verteilen dadurch die Allergene. Langhaarige Hunde sind in der Regel besser geeignet als kurzhaarige Hunde. Sie verlieren deutlich weniger Haare (besonders im Frühjahr und Herbst beim Fellwechsel) als ihre langhaarige Artgenossen und die langen Haare sind leichter zu entfernen als die kurzen. Wie viele Haare ein Hund verliert ist nicht das einzige Kriterium ob er sich für Allergiker eignet. Es wird vermutet, dass einige Hunderassen weniger Allergene besitzen als andere.

DIESE HUNDE GELTEN ALS ALLERGIKERHUNDE:

Der Lagotto Romagnolo

Lagotto Romagnolo Verdi | pet.interiors

Lagotto Romagnolo Verdi

Der Wasserhund verliert wenig Haare, er besitzt kein Unterfell und es findet kein saisonaler Fellwechsel statt. Das Fell muss mindestens 1-2 mal die Woche gründlich gebürstet werden, da es sonst verfilzt. Die Fellpflege sollte von einem nicht allergisch reagierenden Familienmitglied oder Freund durchgeführt werden. Da das Fell regelmäßig nachwächst, muss er von Zeit zu Zeit geschoren werden.

Der Schnauzer

Beim Schnauzer findet ebenfalls kein Fellwechsel statt und mit der richtigen Pflege haaren Schnauzer kaum. Damit die abgestorbene Unterwolle entfernt wird, muss das Ober- und das Unterfell regelmäßig gebürstet werden. Zwei mal im Jahr empfiehlt es sich, das Fell sachgerecht trimmen zu lassen und eine regelmäßige Bartpflege ist ebenfalls wichtig.

Der Pudel

Königspudel | pet.interiors

Königspudel

Auch der Pudel verliert wenig Haare und ist nicht vom saisonalen Fellwechsel betroffen. Die Fellpflege ist aufwändig. Tägliches Fellbürsten und eine Schur alle 5-10 Wochen ist angesagt, damit das Fell nicht verfilzt.

Der Labradoodle

Labradoodle Chewbacca | pet.interiors

Labradoodle Chewbacca

Auch der Labradoodle will täglich gebürstet und gekämmt werden, damit sein Fell nicht verfilzt. Seine empfindlichen Ohren müssen in die Pflege mit einbezogen werden. Ist der Labradoodle stark gelockt, sollten sie ihn alle 8-10 Wochen scheren lassen.

Der Havaneser

Havaneser Mädchen Fly | pet.interiors

Havaneser Mädchen Fly

Obwohl der Havaneser kein Unterfell besitzt und keinem saisonbedingten Fellwechsel unterliegt, ist seine Fellpflege aufwändig. Tägliches kämmen um Verfilzungen zu vermeiden und regelmäßiges Trimmen ist enorm wichtig. Reinigen und pflegen Sie seine Ohren und Augen regelmäßig um Entzündungen zu vermeiden.

Achten Sie aber nicht nur auf die allergischen Eigenschaften des Hundes. Sein Wesen sollte unbedingt zu Ihnen passen. Hierzu mehr unter: Welcher Hund passt zu mir!

Welcher Hund passt zu mir?

Endlich zieht ein Hund bei uns ein!

Endlich ist eine Entscheidung gefallen, ein Hund soll als neues Familienmitglied einziehen. Dabei stellt sich natürlich die Frage: Welcher Hund passt zu mir? Die wichtigsten Dinge Sie denken sollten, haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Wie soll der Hund aussehen?

Jedem ist klar, dass das Aussehen nicht an erster Stelle stehen soll. Natürlich entscheidet man sich für einen Hund der einem auch gefällt. Die Auswahl an Hunden ist riesig. Vom Rasse- bis zum Fundhund, vom kleinen über mittlere bis zu großen Hunden, mit langen Haaren oder kurzen, von zierlichen Hunden oder echten Kraftpaketen, die Vielfalt an Hunden ist groß.

Wie ist meine Wohnsituation?

Es macht einen großen Unterschied ob Sie auf dem Land oder in der Stadt wohnen. Auf dem Land ist der Weg in die Natur meist recht kurz, in der Stadt kann die Strecke zum nächsten Park lang sein. Für die kurze Pipirunde ist das nicht so entscheidend, aber einmal am Tag will der Hund ja richtig ausgepowert werden.
Es macht ebenso einen Unterschied, ob Sie ein Eigenheim besitzen oder eine Wohnung. Bei einem Eigenheim mit Garten muss man erst mal keine Rasse ausschließen. Leben Sie in einer Wohnung sollten Sie zuerst abklären ob eine Hundehaltung grundsätzlich erlaubt ist. Ist diese Frage geklärt, gilt es folgendes zu bedenken: 
Wird Ihre Wohnung im Sommer recht heiß? Dann eignen sich hitzeempfindliche Hunde wie der Mops oder die Französische Bulldogge nicht. Liegt die Wohnung nicht im Erdgeschoss sollten Sie daran denken, dass größere Hunde früher oder später Probleme beim Treppensteigen bekommen.
Ist die Wohnung hellhörig ist es im Sinne einer guten Nachbarschaft sich für einen ruhigen Hund zu entscheiden.

Lieber ein Rassehund oder ein Mischling?

Jeder Hund ist anders, egal ob es sich um einen Mischling oder eine Rasse handelt. Rassehunde werden verlässliche Charaktereigenschaften zugeschrieben, wobei Hunde aus dem Tierheim oft die treuesten Begleiter sind.
Rassehunde die speziell für die Jagd (Münsterländer, Retriever, Beagle…) gezüchtet werden, besitzen ausgeprägte Instinkte und Eigenschaften die beachtet werden müssen. Ein Leben in Familien ist für den Jagdhund in der Regel kein Problem, wenn auf seine Charaktereigenschaften Rücksicht genommen, ihm ausreichend Auslauf und Bewegung zuteil wird. Er eignet sich in der Regel nicht als „Kuschelhund“, was vor allem Kinder früh lernen sollten.
Das gleiche gilt für Hütehunde (Border Collie, Australien Shepherd, …) Diese Hunderassen müssen und wollen beschäftigt werden und benötigen viel Auslauf. Wird der Hund nicht in seinem Fachgebiet eingesetzt wird, sollte man darauf achten, den Hund zielgerichtet auszulasten. Dafür bieten sich verschiedene Hundesportarten wie Fährtensuche, Mantrailing oder die Arbeit im Wasser an. Man muss sich bewusst sein, das diese Beschäftigung zeitintensiv aber unbedingt notwendig ist.

Welche Hundegröße passt zu mir?

Leben kleine Kinder im Familienverbund, sollte der Hund eine mittlere Größe nicht überschreiten. Große Hunde können ziemlich ungestüm sein, mittelgroße oder kleine Hunde sind da die bessere Wahl. Es empfiehlt sich ein eher gutmütiger Hund als ein lebhafter Wirbelwind.
Wer körperlich nicht so fit ist, sollte sich ebenfalls eher für einen mittelgroßen bis kleinen Hund entscheiden. Große Hunde müssen im Notfall gehalten werden können und benötigen mehr Auslauf als mittel- bis kleine Rassen. Denken Sie bei der Größe daran, dass Sie evtl. verreisen. Stehen Urlaube mit dem Flugzeug an, dürfen nur kleine Hunde als Handgepäck mit in der Kabine reisen. Fahren Sie mit dem Auto in Urlaub, steht genügend Platz für einen großen Hund zur Verfügung.
Der kleine Chihuahua liegt auf dem Hundekissen von pet.interiors.
Der kleine Chihuahua gilt als sehr eigenständig und schwer erziehbar:-)

Welpe oder Erwachsener Hund?

Natürlich ist ein junger Hund mit nichts zu vergleichen und herzerwärmend goldig. Sie sollten den Aufwand zu einer guten Erziehung nicht unterschätzen. Die ersten Wochen mit einem Welpen sind ein Full-Time-Job. Erst müssen Sie lernen die Blase zu kontrollieren, die Erziehung bis der Hund alle Kommandos beherrscht ist anstrengend. Normalerweise ist die Erziehung bei einem erwachsenen Hund bereits erfolgt. Die Mitarbeiter im Tierheim können ihre Hunde in der Regel recht gut einschätzen und beraten Sie dementsprechend gut.

Was kostet ein Hund?

Grundsätzlich sind große Hunde teurer als kleine Hunde. Das liegt daran dass sie deutlich mehr fressen, auch die Ausstattung (großes Hundebett, Leinen, ect. ) sind teurer. Die Hundesteuer ist für kleine und große Hunde gleich, lediglich Listenhunde (Kampfhunde) müssen in der Regel viel mehr bezahlen.
Rassehunde kosten in der Anschaffung im Durchschnitt zwischen 700 und 1.500 €. Mischlingshunde aus dem Tierheim kosten deutlich weniger.

Lieber ein Weibchen oder ein Männchen?

Ebenso das Geschlecht sollte bei der Auswahl des Hundes eine Rolle spielen. Hundeweibchen gelten als verschmuster, anschmiegsamer und leichter zu lenken. Rüden gelten als selbstbewusster, ungehorsamer und testen ihre Grenzen mehr aus. Denken Sie ebenfalls daran, dass Hündinnen zweimal im Jahr läufig werden und Rüden mehr zum Streunen neigen.

Wie viel Zeit benötigt mein Hund?

Sind Sie Single und arbeiten viel, sollten Sie eine Hundehaltung überdenken, außer Sie dürfen den Hund mit ins Büro nehmen. Selbstverständlich bleibt ein Hund mal ein paar Stunden alleine. Wenn Sie auf das Wohl des Hundes bedacht sind, sollte möglichst oft jemand da sein, der sich um das Tier kümmern kann. Hunde sind Rudeltiere und sind nicht gerne alleine. Bei der Anschaffung eines Welpen sollten Sie daran denken, dass ein zweiwöchiger Urlaub nicht reicht, bis die Eingewöhnungsphase und Erziehung abgeschlossen ist. Der kleine Hund benötigt besonders viel Zeit zum Gassi gehen, für die Welpenschule und die anschließende Hundeschule. Diese Arbeit kann innerhalb einer Familie besser verteilt werden.

Lieber einen aktiven oder lieber einen gemütlichen Hund?

Sind Sie eher sportlich und aktiv oder lassen Sie es lieber ruhig angehen? Danach sollte sich die Wahl des Hundes richten, wobei ein ausgelasteter Hund dem genügend Abwechslung geboten wird, sich zuhause ausgeglichen und ruhig verhält. Für aktive Menschen eignen sich unter anderem der Labrador, Rhodesien Ridgeback oder Pudel. Als ruhige Hunde gelten die Französische Bulldogge, der Labradoodle oder der Basset.

Nach einem ausgiebigen Powerwalk ist auch ein aktiver Hund mal müde.

Wie hoch ist der Erziehungsaufwand?

Grundsätzlich muss jeder Hund erzogen werden, um mit ihm einen treuen, unaufdringlichen und zuverlässigen Begleiter zu haben. Intelligente, bewegungsfreudige Hunde wie der Border Collie oder Australian Shepherd benötigen eine extrem zeitintensive Erziehung. Ihre Bedürfnisse sind viel höher sind als bei einem Hund mit schlichterem Gemüt. Wer diese Zeit nicht aufwenden kann, sollte sich nach einem gemütlichen Anfängerhund umsehen.

Wie groß ist der Pflegeaufwand?

Hier kann auch nichts verallgemeinert werden, der Pflegeaufwand ist recht unterschiedlich. Kurzhaarhunde wie zum Beispiel die Französische Bulldogge ist sehr pflegeleicht. Da genügt es, den Hund zwei mal die Woche zu bürsten. Mehr Aufwand machen die Draht- und Rauhhaar-Arten wie der Foxterrier oder der Dackel. Sie müssen alle paar Monate getrimmt werden und während dem Fellwechsel muss mehr gebürstet werden. Den grössten Pflegeaufwand hat man mit langhaarigen Hunden, vor allem wenn diese über viel Unterwolle verfügen. Da ist regelmäßiges Bürsten Pflicht um Verfilzungen vorzubeugen.

Was mache ich bei einer Hundehaarallergie?

Bei einer Hundehaarallergie muss die Hoffnung auf einen Vierbeiner nicht aufgegeben werden. Es gibt Rassen die für Allergiker gut geeignet sind. Dieses Thema behandele ich ausführlich in einem meiner nächsten Beiträge Allergikerhunde – welche Rassen kommen in Frage?.